Nach diesem Motto begann die Schule für die 3a und 3e, sowie für ihre Lehrer Mag. Michaela Stachl-Wöhrer und Mag. Nina Freihammer nach den Osterferien. Gemeinsam machten wir uns nämlich auf den Weg nach Wien, um die Kaiserappartements, das Sisi-Museum und die Kapuzinergruft zu besichtigen.


Der erste Programmpunkt führte uns in die Hofburg, wo wir im Sisi-Museum zuerst Interessantes über das Leben der wohl bekanntesten und außergewöhnlichsten österreichischen Monarchin lernten und danach in die Kaiserappartements, der Winterresidenz der kaiserlichen Familie. Im Reichskanzleitrakt und der Amalienburg besuchten wir die Appartements von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth, deren gemeinsames Leben in diversen Filmen sehr romantisch dargestellt wird. Die Schüler lernten im Rahmen der Führung jedoch, dass diese Darstellung nicht der Realität entspricht. Bereits kurz nach der Hochzeit war Elisabeth unglücklich und fühlte sich in Wien wie in einem goldenen Käfig, aus dem sie durch lange Reisen immer wieder floh. Weiters erfuhren die Schüler, dass die Kaiserin einen, für damalige Verhältnisse, ungewöhnlichen Körperkult betrieb. Durch Sport – sie hatte sogar Turngeräte in einem ihrer privaten Räume - und spezielle Ernährung hielt sie ihren Körper fit und vor allem extrem schlank.
Nach einer wohlverdienten Pause gingen wir weiter in die Kapuzinergruft, der Begräbnisstätte der Habsburger, wo wir erfuhren, dass die Verstorbenen nur nach einem ganz besonderen Zeremoniell in dieser Gruft die letzte Ruhestätte finden können.
Der letzte in der Gruft bestattete Habsburger ist Otto von Habsburg, der im Jahr 2011 dort beigesetzt wurde. Wir sahen aber auch das beeindruckende Grabmal von Maria Theresia und ihrem Ehemann Franz Stephan von Lothringen und den sehr schlichten Sarg ihres Sohnes Josephs II.
Am Ende der Führung schloss sich der Kreis dieses, ganz im Zeichen der Geschichte stehenden, Lehrausganges. An den Särgen Kaiser Franz Josephs, Kaiserin Elisabeths und jenem des Kronprinzen Rudolf vorbei, verließen wir die Kapuzinergruft wieder und traten den Heimweg nach Wiener Neustadt an.