Das Lehrerteam fand zu Beginn mit einigen „alten“ bzw. neuen Gesichtern am Admira-Platz in Wiener Neustadt bei tollem Fußball-Wetter trotz oder vielleicht gerade wegen einem ziemlich kurzen Warm-Up gut ins Spiel, stand vor allem in der Abwehr rund um die Defensiv-Spezialisten Lackner, Schuh und Sochor ausgezeichnet und ließ nur wenige „Halbchancen“ der Schüler zu. Kam doch einmal ein Ball vors Tor, so behielt Rückkehrer Tormann-Legende Stachl stets die Übersicht.

Da man aus Sicht der Lehrer vorerst damit beschäftigt war, kein Gegentor zu kassieren, fand man selbst aber auch kaum Chancen vor, womit es nach 30 Minuten mit einem gerechten 0:0 in die Pause ging. Bei dem einen oder anderen Lehrer machten sich – nach knapp einem Jahr Tagen ohne Fußballschuhen an den Füßen, wenig sportlicher Vorbereitung auf das Spiel des Jahres und natürlich auch aufgrund des Alters – schon leichte Verschleißerscheinungen bemerkbar.

Halbzeit 2 begann wie die erste Hälfte endete, mit einem leichten spielerischen Übergewicht der gut organisierten und diszipliniert agierenden Maturanten.

Dann wurde es aber turbulenter. Zuerst kam es in der Hälfte der Lehrer zum wahrscheinlich vorentscheidenden Zusammenprall zwischen Abwehr-Strategen Lackner und dem ehemaligen Schulsprecher und Flag Footballer Martin Stur, bei dem überraschender Weise der physi(kali)sch robuste Professor wenig später verletzt vom Spielfeld humpeln musste.

Veilchen Dominik Winkler nutze kurz darauf die fehlende Organisation im 16er der Lehrer und konnte mit einem tollen Schuss ins Kreuzeck (böse Zungen sprechen jetzt noch von einem „Sonntags-Schuss“) auf 1:0 für die angehenden Ex-Schüler stellen.

Danach die zweite vorentscheidende Situation im Spiel. Sportlehrer Prammer kommt in etwa 10 Meter vor dem Tor der Maturanten zum Schuss, wird dabei aber von Fischapark-Gladiator Alex Wöckl ohne jegliche Chance auf den Ball gerammt. Zur Verwunderung aller anwesenden Spieler und auch Zuschauer blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. (Anm.: in Halbzeit eins pfiff Spartaner Suttner bis auf einige wenige – nicht spielbeeinflussende – Situationen fehlerfrei, in Halbzeit zwei der Großvater eines Maturanten)

Wenig später hatte Ex-BRG-Mathematiker Wukowich wahrscheinlich auch aufgrund der vielen harten, aber oft ungeahndeten Attacken gegen ihn ein Blackout, in dem er die Distanz zum Mitspieler und die dafür notwendige Geschwindigkeit des Balles falsch berechnete und somit den Schüler quasi einlud, im direkten Duell gegen Torhüter Stachl die mögliche Vorentscheidung zu erzielen. Dies gelang im Endeffekt auch, indem der Ball nach einem Pressball ins Tor sprang. Dabei verletzte sich unglücklicherweise auch noch Tormann Stachl bei seinem vermutlich letzten Spiel im Dress der Lehrer.

Gemeinderat Filipp ließ sich dann ganz spontan dazu überreden, die Rolle zwischen den Pfosten zu übernehmen. Er konnte mit einem gefühlvollen Schuss wenige Minuten vor dem Ende lediglich ein einziges Mal bezwungen werden, drängte sich aber mit seinem soliden Stellungsspiel bereits für die Position des Torhüters für das Maturamatch 2018 auf.

Da sich zwischenzeitlich auch noch Kollege Sochor leichte Blessuren zuzog, war von den ursprünglichen Defensiv-Stützen der Lehrer nur noch Religionslehrer Schuh am Platz.

Trotz einiger weiterer Chance für die Maturanten konnten die mit nachlassender Kraft und Kondition kämpfenden Lehrer das Spiel aber einigermaßen offenhalten und kamen selbst auch noch zu der einen oder anderen Möglichkeit (Vogl vergab aus aussichtsreicher Position, Prammer kam nach Tormann-Fehler beim Abstauber zu kurz). Allerdings hatte man – wie auch das gesamte Match über – oftmals Pech mit dem viel zitierten letzten Pass, womit das Endergebnis nach 60 Minuten schlussendlich 3:0 für die Maturanten lautete.

Ein in Summe verdienter Sieg der Schüler, wobei es ohne die verletzungsbedingten Ausfälle in der Defensiv-Abteilung der Lehrer (Lackner, Stachl und Sochor) bzw. einem gerechtfertigten Pfiff beim Elfmeter-Foul vermutlich zu einem Unentschieden gereicht hätte und das Ergebnis definitiv zu hoch ausgefallen ist.

Trotzdem musste man die technischen, taktischen, vor allem aber die konditionellen Fähigkeiten der Achtklässler neidlos anerkennen, was aber bei einem Altersunterschied von durchschnittlich ca. 25 Jahren und bei der tollen sportlichen Aufbauarbeit an der Schule auch nicht verwundern darf.

In einer Disziplin hatten dann dennoch die Lehrer den längeren Atem:
Beim geselligen Beisammensitzen rund um Direktor Günther Hofmann und Analysieren der 60 schweißtreibenden Minuten, die für viele wahrscheinlich wieder die letzten Schritte auf dem Fußballplatz für die nächsten 365 Tage gewesen sein werden.

Ein Dankeschön noch an alle Zuschauer – die Fans der Schüler, aber auch die zahlreichen Kollegen – die sich dieses jährlich stattfindende Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

In diesem Sinne bis zum Maturamatch 2018!

Die Lehrer spielten mit:

Tor: Stachl (ehemaliger Lehrer) bzw. Filipp

Abwehr: Trenker, Schuh, Lackner, Sochor, Welte Martin

defensives Mittelfeld: Plank (ehemaliger Lehrer und Football-EM-Finalist), Altmann (einzige Frau am Platz), Zechmeister (Debütant)

offensives Mittelfeld: Wukowich (ehemaliger Lehrer), Vogl, Sternberg (ehemaliger Praktikant), Prammer

Sturm: Ganglberger

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