Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Psychologie, Pädagogik, Philosophie lernten praxisorientiert zum Thema Kunst.

Im Wahlpflichtfach PPP der 8. Klassen des BRG Gröhrmühlgasse beschäftige sich die Gruppe mit Dr. Werner Sulzgruber mit dem Thema „Kunst & Ästhetik“. Kunstphilosophie, Ästhetik und der Schönheitsbegriff standen unter anderem auf dem Plan.

Die im Stadtmuseum Wiener Neustadt vom 3. Februar bis 4. März 2012 laufende Ausstellung „den blick öffnen“ bot die Gelegenheit, zur Schau gestellte Kunst zu konsumieren und zu analysieren. Bei dieser Ausstellung handelte es sich um ein Kunstprojekt zur Wahrnehmungssensibilisierung. – Und genau das sollte auch versucht werden:

Die Gruppe besuchte folglich das Museum, um sich an diesem Nachmittag voll und ganz „auf Kunst einzulassen“. Ziel war es, in einem ersten Schritt die Ausstellungsräume zu besichtigen und solche Kunstwerke, die individuell eine gewisse Anziehungskraft ausübten, für sich genauer anzusehen und zu „lesen“. Die Schülerinnen und Schüler sollten in einem nächsten Schritt versuchen, hermeneutisch an die Objekte heranzugehen: Wie ist mein subjektiver Eindruck? Was nehme ich eigentlich in der Betrachtung wahr? Welche „Aussage“ bzw. welche „Botschaft“ hat das Werk vielleicht? Was war vermutlich die Absicht des Produzenten? Handelt es sich hier überhaupt um ein „Kunstwerk“, ist es „Kunst“? etc.

In einem letzten Schritt begleitete die Museumsdirektorin, Frau Mag.a Klein, anschließend die Gruppe und erklärte die Intentionen der Künstler sowie Aspekte der Produktion und Rezeption anhand ausgewählter Beispiele.

Auf diese Weise wurden die Betrachtenden in ihrer Wahrnehmung tatsächlich sensibilisiert. Viele der Schülerinnen und Schüler fanden hochinteressante Zugänge und Interpretationen. Die kritische Reflexion erfolgte direkt am Objekt anhand konkreter Fragestellungen. Es wurde schließlich erfahrbar, dass Kunst nicht nur Ausdruck von Kultur ist und eine Ausdrucksform des Menschen darstellt, sondern etwas vermitteln kann, Impuls und Denkanstoß sein kann, dass Kunst also ein „Mittel“ ist, beispielsweise um das Thema der alltäglichen Gewalt zu transportieren.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde bewusst, dass Kunst als Verarbeitung innerer Konflikte und Traumata dienen kann (Stichwort: therapeutisches Arbeiten), dass sich in Kunstwerken Erfahrungen von Menschen manifestieren können und Kunst ein Informationsmedium bzw. etwas Bedeutungstragendes ist.

Unser Besuch im Stadtmuseum Wiener Neustadt war ausgesprochen aufschlussreich. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Direktor Klein für den freundlichen Empfang, das zur Verfügung gestellte Informationsmaterial und ihre wichtige Begleitung durch die „Welt der Kunst“.

Erfahren Sie mehr unter:

stadtmuseum.wiener-neustadt.at/ausstellungen/den-blick-oeffnen

www.denblickoeffnen.at

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