narrenturm 01Die Schülerinnen und Schüler der 8C haben in ihrem Maturajahr gemeinsam mit ihrer langjährigen Biologielehrerin Fr. Prof. Maria Hofer die „Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm“ besucht.

In der letzten Schulwoche vor Weihnachten haben wir am Nachmittag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln den Narrenturm erreicht.  An der Exkursion teilzunehmen sollte auch keiner bereuen.  Denn allein die spannende Geschichte des Turmes war fesselnd. Seit seiner Erbauung durch Kaiser Franz Josef II, der ihn angesichts des Neubaus des Allgemeinen Krankenhauses auf dem Gelände errichten ließ um den geistig Kranken ebenfalls einen angemessen Aufenthalt zu bieten, war er immer ein wichtiger Bestandteil der Krankenbetreuung in Wien. Seit 1971 ist das pathologisch-anatomische Museum in den fünf Stockwerken des Turms untergebracht um nicht nur medizinischen Studien zu dienen.
Heute ist der Narrenturm im Besitz der Universität Wien und dient jährlich zahlreichen Studenten mit tausenden Studienobjekten.

Nach der Einführung wurden wir durch die Gänge mit den Exponaten geführt. Neben  einer unglaublichen Anzahl an menschlichen Flüssigpräparaten konnten wir weiters sehr viele Wachspräparate, die verschiedenste Krankheitsbilder und Organe darstellten,  begutachten. Der Unterschied zu Madam Tussauds ist aber, dass viele davon bereits Jahrzehnte alt sind, und nicht  gerade die ansehnlichsten Menschen der Geschichte darstellen. In den vielen Vitrinen waren für uns ungewöhnliche Krankheiten und Menschenschicksale  dargestellt; sämtliche deformierte und auf den ersten Blick befremdend wirkende Körperteile hatten aber  doch alle eine einzigartige, wenn auch oft schmerzliche Geschichte eines Menschenlebens zu erzählen. Außerdem fand sich eine beträchtliche Anzahl an Skeletten gesunder und kranker Körper wieder, riesige Wasserköpfe und Siamesische Zwillinge waren keine Ausnahme.

In Summe war die Führung zwar in vielen Fällen  etwas schockierend, doch sie hat uns ein unvergleichliches Bild  von Krankheiten, die dem Menschen erbgut- oder umweltbedingt widerfahren können, gezeigt.                                  

Daniel Herold 8c