Im Rahmen des Geschichte- und Biologieunterrichts nimmt die 2A am 21.11.2008 an einem Workshop zur forensischen Anthropologie im Naturhistorischen Museum teil.

Nach einer interessanten Führung durch die Schauräume der urgeschichtlichen Abteilung werden in Vorbereitung auf den anschließenden Workshop verschiedene prähistorische (Kriminal-) Fälle besprochen. Die SchülerInnen erfahren, wie man Krankheitszeichen und Verletzungen bis hin zu möglichen Todesursachen am Skelett feststellen kann.

Danach löst die Klasse als interdisziplinäres Forscherteam in drei Gruppen einen Moorleichenfall.

Modul 1 – Beschreibung der Fundsituation, Dokumentation des Fundmaterials:

Die SchülerInnen bestimmen anhand eines Fotos die genaue Lage am Fundort. Anschließend legen sie die vorhandenen Knochenreste in anatomisch korrekte Lage auf, ein Plastikskelett dient als Vergleich. Die identifizierten Knochen werden in eine Zeichnung eingetragen, Auffälligkeiten werden im Forensik-Bogen notiert.

Modul 2 – Alters- und Geschlechtsbestimmung:

Gemeinsam werden anhand der Morphologie Alter, Geschlecht und Körpergröße an den echten Knochen bestimmt und im Befundbogen eingetragen. Als Vergleichsmaterial werden Kunststoffmodelle von männlichen und weiblichen Becken und Schädeln verwendet.

Modul 3 – Untersuchung von Beifunden:

Mit Hilfe von Mikroskopen und wissenschaftlichen Vergleichsmaterial forschen die SchülerInnen nach Fasern, Parasiteneiern, Pflanzenresten, Pollen und Werkzeugen.

Zum Abschluss werden die ermittelnden Fakten und die daraus möglichen Aussagen über den Fall gemeinsam besprochen.

Durch diese interessante Spurensuche bekommen die SchülerInnen einen kleinen Einblick in die äußerst abwechslungsreiche Arbeitsweise von ArchäologInnen und AnthropologInnen.

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