Am Freitag, dem 10. Oktober, war der Tag gekommen, auf den sich bereits alle Schüler und Schülerinnen der 1.E Klasse des BRG gefreut hatten: der Wandertag. Aber welche Zeichen waren am Himmel zu lesen – Regen oder Sonnenschein? Zum Glück war es ein idealer Tag für den Klassenausflug, denn die Sonne schien seit dem frühen Morgen.So starteten die 30 Schüler und Schülerinnen unter Begleitung des Klassenvorstands (Dr. Werner Sulzgruber), der Biologieprofessorin der Klasse (Dr. Barbara Rauer) sowie vier Vertrauensschülern einer 8. Klasse (Ivan, Jessica, Laura, Rebekka), die sich spontan zur Mitreise bereit erklärt hatten, um 8 Uhr in Richtung Voralpen.

Nach einer gemütlichen Busfahrt zum Naturpark auf der Hohen Wand und einer Einweisung (Verhalten im Wald) konnte der Marsch durch den Park losgehen. Es dauerte nicht lange und schon war das erste Gehege in Sicht – und noch dazu voller Rehe. Die Beobachtung der Wildtiere aus nächster Nähe verlangte Ruhe. Belohnt wurde man dann mit einem direkten Kontakt und einem einzigartigen Einblick in die Verhaltensweisen dieser Tiere. Frau Professor Rauer beantwortete gerne alle Fragen zu den Tieren. Nach dem Rotwild-Gehege begegneten die Schüler und Schülerinnen unter anderem Dammwild, Rebhühnern und sogar Steinböcken.

Die Wanderroute durch den Naturpark und auf dem Erlebnisweg mit seinen Attraktionen führte alle geradewegs zum Platz der Köhlerei, wo ein so genannter Rundmeiler zur Herstellung von Holzkohle in Vorbereitung war.Vor der großen Verschnaufpause gab es noch einen Halt beim Streichelzoo, wo verschiedene Tiere nicht nur beobachtet, sondern jetzt auch berührt werden durften: zwei Pferde, ein Esel, einige Hasen und viele mehr. Ein paar Ziegen liefen sogar außerhalb der Absperrung herum. Wie sich herausstellte, durften sie das, weil sie instinktiv nicht auf die Straße laufen. Das wunderte so manchen der „wilden Kerle“ der 1.E: „Was? So brav sind diese Tiere? Die folgen ja!“ Der Kontakt zu den Tieren war für einige etwas ganz Besonderes.

Die Jausen-Pause auf dem Gelände des Spielplatzes brachte keine Ruhe, sondern viel „Action“. Nachdem die Kinderschar nämlich rasch ihre Jausenbrote vertilgt und ihre Getränke geleert hatte, wurden sogleich Verfolgungsjagden, Rutschpartien oder Kletteraktivitäten auf der nahen Kletterwand gemacht. Der Tunnel im Spielberg wurde für Jagden (Suchen und Abfangen) genützt; die Riesenrutsche brachte so manches Herz zum Klopfen und das Gesäß zum Brennen; die Schaukeln ließen Kinder regelrecht durch die Luft fliegen. Von Erholen also keine Spur – und zum Glück auch keine Verletzungen.

Verschwitzt von der „Pause“ galt es anschließend die eigene Angst, die Höhenangst, zu überwinden und den rund 20 Meter hohen Aussichtsturm zu besteigen. Die Anstrengung lohnte sich, denn der Ausblick war an diesem herbstlichen Sonnentag grandios.Nach dem Rückweg und einem kurzen Abstecher in den Souvenir-Laden beim Parkplatz trat die 1.E Klasse schließlich die Heimreise an und nahm schöne Erinnerungen an einen gemeinsamen Ausflug mit nach Hause.