Am Sonntag, dem 9.September 2007 machte sich die 6AB in Begleitung von Mag. Rauer, Mag. Hofer und Mag. Welte-Goisser per Bus auf den Weg nach Rovinj in Kroatien. Um 9 Uhr verließen wir das verregnete Wiener Neustadt. Mit jedem Meter, den wir unserem Ziel näher kamen, wurde es wärmer und wärmer. Nach 8 Stunden erreichten wir das wunderschöne Rovinj, das sich bei untergehender Sonne im glasklaren Meer spiegelte.

Zimmereinteilung (wir wohnten in kleinen Appartements 10 Minuten zu Fuß vom Hafen entfernt), Besprechung und ein kleiner Stadtrundgang standen nach der Ankunft noch am Programm. Müde und erschöpft von der langen Fahrt fielen alle bald ins Bett, denn wir wussten auch, dass die nächsten Tage Anstrengung, aber auch Spaß mit sich bringen würden.

Den Montag verbrachten beide Klassen gemeinsam. Wir hörten meeresbiologische Vorträge, arbeiteten Referate zu verschiedenen Themen wie Schnecken, Muscheln oder Stachelhäuter aus und trugen diese vor. Neben diesem eher theoretischen Teil fuhren wir in Kleingruppen mit dem bereitgestellten Institutsboot zum „Dredgen“ aufs Meer, wo ein Netz auf den Meeresgrund hinuntergelassen, nachgezogen und wieder hoch geholt wurde, damit wir sehen konnten, welche Lebewesen, Pflanzen und sonstige Schätze sich auf dem Weichboden befinden. Die Ausbeute war erstaunlich und wir durften hunderte Seegurken, Seesterne, Krabben, Schwämme und vieles mehr bewundern. Am Nachmittag gingen wir das erste Mal in Begleitung unserer Professoren und zwei Studenten, die den Kurs leiteten, schnorcheln. Das Wasser hatte eine angenehme Temperatur und war sehr klar.

Ab dem 2. Tag wechselten wir uns klassenweise ab und genossen einmal einen Sport- und dann einen Biologietag. Das Sportprogramm bestand aus Surfen, Segeln oder Tennis. Zirka 4 Stunden am Tag durften wir uns in der großen Campinganlage Amarin, ca. 45 Gehminuten außerhalb von Rovinj, körperlich betätigen. Zwischen den Sportstunden und danach hatten wir Freizeit, in welcher es noch die Möglichkeit zum Beachvolleyball, Aerobic, Fußball spielen etc. gab.

Jeden Abend trafen wir uns zu einer Besprechung, wo es vor allem darum ging, wie lange wir Ausgang hatten und wann wir uns in der Früh wieder versammeln mussten. Nach dieser Besprechung gingen wir meistens in die Stadt, um Souvenirs zu kaufen, gemütlich Abend zu essen, spazieren zu gehen oder wir verbrachten den Abend einfach in unseren Appartements.

An den Biologietagen waren wir schnorcheln, lernten einiges über Krebse und andere Meeresbewohner, oder beschäftigten uns mit verschiedenen Fischarten, welche wir frisch vom Markt kauften, dann entweder sezierten oder aufhoben, um sie am Abend gemeinsam zu grillen und mit Salat und Erdäpfeln zu verzehren. An einem der beiden Biologietage unternahmen wir einen Ausflug zur „Seegraswiese“. Nach einem langen Weg per Boot und dann zu Fuß, suchten wir in der Seegraswiese nach Röhrenwürmern und Maulwurfkrebsen. Eines Nachmittags waren wir auf der Insel Katharina schnorcheln und nachher bewiesen fast alle von uns großen Mut und sprangen von einer ca. 10m hohen Klippe ins Wasser. Ein ziemlicher Nervenkitzel !!

Um unser Essen und unsere Mahlzeiten mussten wir uns selbst kümmern, doch es machte immer wieder Spaß, gemeinsam zu kochen.

Am Freitag gestalteten wir eine Art Abschluss-Abendprogramm. Wir mussten einen Quiz lösen, einen Sketch vorspielen und andere theoretische und praktische Aufgaben bewältigen, natürlich alles passend zum Thema „Ökosportwoche“.

Es gab während der ganzen Woche weder Kranke noch Verletzte, abgesehen von den leichten Schürfwunden, die wir uns beim Schnorcheln zugezogen haben.

Am Samstag in der Früh traten wir müde und auch ein bisschen traurig wieder unsere Heimreise an. Im Bus war es sehr still, weil die meisten damit beschäftigt waren, die eine oder andere Stunde Schlaf nachzuholen. Wir ließen das herrliche Rovinj, die Sonne und den Sommer hinter uns und landeten nach problemloser Fahrt in Wiener Neustadt.

Zurück bleibt die Erinnerung an eine unvergessliche Woche, für deren Organisation wir uns herzlich bedanken!