Am Morgen des 13. September, pünktlich um 7 Uhr früh, fanden sich die Schüler der 6c am Hauptbahnhof Wiener Neustadt ein, wo die letzten Details betreffend der Zugfahrt von den Reiseleitern Herr Prof. Buchmaier und Frau Prof. Nikl erläutert wurden. Doch noch bevor der erste Schüler einen Fuß in den Zug setzen konnte, stellte sich der Gruppe das erste Hindernis in den Weg, denn selbiger Zug ließ lange auf sich warten. Beinahe eine ganze Stunde warteten wir in der kühlen Morgenfrische, bis endlich der Zug Richtung Villach in den Bahnhof einfuhr.

Kurz nachdem wir alle in den für uns reservierten Wagon gedrängt waren setzte sich die Bahn auch schon in Bewegung und unsere Reise hatte begonnen. Die Fahrt verlief ohne Probleme, und keine 4 Stunden später fanden wir uns in Villach wieder, wo auch schon der Bus auf uns wartete, welcher uns an unserer eigentliches Ziel, Drobollach, brachte.

Kaum waren wir in unserem Hotel angekommen, erwartete uns auch schon die erste (ausgesprochen köstliche) Mahlzeit. Wenige Stunden später, wurden uns unsere Zimmernummern mitgeteilt, und wir stürmten sofort in den zweiten und dritten Stock, um unsere neue „Heimat“ zu begutachten. Zu unser aller Erstaunen waren die Räumlichkeiten mehr als nur überdurchschnittlich, und so gut wie alle schienen mit ihren Zimmern zufrieden.

Besonders viel Zeit uns an die neue Umgebung zu gewöhnen blieb uns jedoch nicht, denn schon kurze Zeit später begann unser erster Sportkurs. Während die Tennisspieler den 5-Minuten-Marsch zur Sportanlage zu Fuß zurücklegten, wurden die Golfer, Westernreiter und die tapferen Wassersportler („warm ist aber anders“) per Shuttlebus abgeholt.

Ungefähr gegen 6 Uhr Nachmittags, fanden wir uns dann alle wieder im Kinder&Jugend Erlebnishotel ein, und nutzen die Freizeit, um unsere Koffer auszuräumen, oder ein wenig Schlaf nachzuholen. Als dann eine gute Stunde später die ganze Gruppe zum Abendessen im Speisesaal zusammensaß, beantworteten die Lehrer alle übrig gebliebenen offenen Fragen, und stellten noch diverse Regeln auf.

Nachdem wir schließlich entlassen wurden, zogen wir uns entweder in unsere Zimmer zurück um ein wenig auszuspannen, oder erkundeten die idyllische Kleinstadt Drobollach, die zum Glück einige Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel und Ähnliches bot. Mehr oder weniger pünktlich um 10 Uhr Abends befanden sich schließlich alle in ihren Zimmern, und bald darauf endete der erste Tag der Sportwoche.

Der zweite Tag verlief recht ähnlich, doch diesmal fand auch Vormittags bereits ein Sportkurs statt, was bedeutete, dass Ausschlafen für die meisten nicht in Frage kam. Dennoch schafften wir es irgendwie, uns alle rechtzeitig aus unseren Betten zu quälen, und zur rechten Zeit im Vorraum des Hotels zu erscheinen, von wo aus wir wieder per Shuttlebus aufbrachen. An diesem Tag meinte das Wetter es noch Gut mit uns, und die Sonne schien in ihrer vollen Pracht. Dies sollte sich jedoch schon am darauf folgendem Tage ändern, denn bereits als wir am Morgen erwachten, trommelten dicke Regentropfen an unsere Fenster. Umso schwerer fiel es einigen sich aufzuraffen, und sich diesmal in hoffentlich wetterfeste Kleidung einzupacken. Während die Tennisspieler in einer überdachten Halle Schutz vor dem Regen suchen konnten, und die Golfer sich, ebenfalls im Trockenen, einen Theoriefilm ansahen, hatte die Wassersportler keine andere Wahl, als sich auch bei eisigen Temperaturen und niederprasselndem Regen ins kühle Nass zu begeben.

Da an diesem Nachmittag keine Sportkurse stattfanden, schlugen uns die Reiseleiter am Vortag einige Alternativaktivitäten vor. Es wurde demokratisch entschieden, den Tag in Villach zu verbringen, also setzten wir uns in den für uns gemieteten Bus und machten uns auf, um auch mal eine etwas größere Kärntner Stadt zu Gesicht zu bekommen. Als wir schließlich in der „Faschingsstadt“ angekommen waren, trennten sich unsere Wege, und wir machten uns in kleineren Gruppen auf, die Stadt zu erkunden. Es wurden Einkäufe getätigt, Souvenirs erstanden und nicht zuletzt auch einfach nur Unterschlupf vor dem immer noch anhaltenden Regen gesucht. Auch am Donnerstag hatte es sich das Wetter scheinbar zum Ziel gesetzt, uns so nass wie möglich zu machen, denn der Regen hielt immer noch an. Doch auch diesmal ließen wir uns davon nicht abschrecken, und trotzten dem schlechten Wetter, denn nach einer schönen warmen Dusche war sämtliche Nässe und Kälte vergessen. Apropos Wärme: An diesem Tag hatten wir es endlich geschafft, genug Leute zu finden, die sich für einen Saunaaufenthalt begeisterten, was bedeutete, dass sich ein Teil der Klasse im Keller des Hotels die Seele auf dem Leib schwitzte. Erst Freitag Morgen ließ sich erst wieder der ein oder andere Sonnenstrahl blicken, und der Regen hatte auch endlich aufgehört. Voll motiviert machten sich die Kajakfahrer auf, um die Flussfahrt zu meistern, und die Golfer brannten schon darauf, endlich eine Runde auf der Driving Range zu spielen. Zu letzterem kam es jedoch leider nicht, da sich auch nach einer knappen Stunde der Golflehrer nicht blicken ließ. Mehr oder weniger enttäuscht machten wir uns per Shuttlebus auf den Rückweg. So verging auch der letzte Tag, und wir machten uns daran, langsam unsere Koffer zu packen, bevor wir uns alle hinter dem Hotel versammelten, wo wir planten, ein Lagerfeuer zu entfachen. Trotz der Tatsache, dass sämtliches Holz komplett durchnässt war, schaffte es Herr Prof Buchmaier mit der Hilfe seiner Kollegin Frau Prof. Nikl und der Unterstützung von Melanie Langer nach einiger Zeit, ein Feuer zum lodern zu bringen, dass uns allen Wärme und Licht spendete (Dabei war der Herr Professor doch gar nicht bei den Pfadfinder, sondern bei den Ministranten ;) ). So saßen wir einige Stunden im Kreis uns betrachteten die lodernden Flammen, während wir uns in gemütlicher Atmosphäre unterhielten. So neigte sich auch der letzte Tag seinem Ende zu, und wenige Stunden später lagen wir alle in unseren Betten, um für die Rückreise am nächsten Tag fit zu sein.

Im Namen der ganzen Klasse möchte ich herzlich danken:

Dem Personal des Kinder&Jugend Erlebnishotels Drobollach, für den netten Service, und die exzellenten Mahlzeiten.

Den Kursleitern und Sportlehrern, für ihre gute Arbeit, die lehrreichen und humorvollen Stunden.

Und, last but not least, den Reiseleitern Prof. Nikl und Prof. Buchmaier, für eine wunderbare Zeit, für den großen Einsatz, für die Geduld mit uns, sowie für alles weitere, was Sie während der ganzen Zeit für uns getan haben